Ein Resümee
Hanoi ist anders als Ho Chi Minh City, vielleicht liegt es daran dass unser Hostel in der Altstadt lag die sich durch schmale Gassen und hohe Konzentration an Menshcne auszeichnet. Hier gab es Essen an jeder Ecke und zwischen jeder Ecke. Die Verkehrsregeln gelten nur als grober Anhalt; überholt wird wo Platz ist, die lauteste Hupe gewinnt und der Zebrastreifen ist nur Verzierung der Straße. Die Mopeds halten aber schon an wenn man davor steht, wirkt aber trotzdem surreal und ein wenig ungeordnet. Wenn wir schon bei Unordnung sind, die Haltung der Gardesoldaten vor dem HCM Mausoleum ist gravierend. Stillgestanden bedeutet in Vietnam anscheinend etwas anderes. Und der werte Herr Ho Chi Minh sah sehr nach Wachsfigur aus, obwohl es hieß 2 Monate im Jahr (!) wird er in Russland wieder aufbereitet. Das Pomporium wird aber dem Mythos gerecht. Als Grundnahrungsmittel galten Oreo oder deren Generikum und Suppe. Meist kostete letztere weniger als 1€ und wurde auf Kindergartenstühlen direkt an der Straße gegessen. Sehr lecker, jedoch auch hier manch eine Überraschung mit Füßen und Körperteilen die einem unbekannt waren. Wenn man sich im Feilschen üben möchte so bringe man etwas Zeit und eine Alternative mit. Das Flughafentaxi gab es für einen Standardpreis, also dachten sich Max und Max 2$ weniger wird auch machbar sein. Das Resultat war Taxi 1 zu 2, wir sitzen schon drinnen, 2 will aber dann doch nicht. Somit wir wieder in Taxi 1. Fahrt zu Taxi 3. Der fährt aber im Privatauto und wir mit der Angst um am Ende alles für 2$ Nachlass. Bisschen mehr rum meckern muss ich auch noch, liegt in meiner Natur. Vietnamesen sind meist unfreundliche Menschen, Drängeln immer, versuchen auch ihren körperlichen Nachteil zu ignorieren und keiner lächelt, wobei wir auch schon vom Gegenteil überzeugt wurden. Im Green Village Homestay war alle super nett und zuvorkommend. Und je weiter man auf das Dorf kam wurde gewunken und auch mit Sprachbarriere wurden Probleme gelöst. Von einer Person ausgenommen, welche für eine 5’ Tour um zu zeigen wo das Hotel ist, mehr als die Hälfte des Zimmerpreises als Handgeld haben wollte. Ich glaube er das uns verflucht als wir nur ⅓ zahlten. Auch schon zu viel. Und da schon Kleinigkeiten einen Urlaub prägen können, ist das Gefühl am Ende Missbehagen obwohl es nur einzelne Personen waren.
Nun ein paar Zahlen zum Urlaub:
- Fahrten im Taxi: 83 Kilometer
- Kilometer zu Fuß: 100 Kilometer (bestimmt waren es mehr)
- Kilometer im Boot: 41 Kilometer
- Kilometer in der Luft: 25000 Kilometer
- Kilometer im Bus: 1250 Kilometer
- Anzahl der fotografierten Bilder: 3600
- Kilometer auf dem Fahrrad: 7,4 Kilometer
- Kilometer auf dem Moped: 350 Kilometer
- Anzahl der Bilder die tatsächlich am Ende übrig geblieben sind: 932 Bilder
- Kosten der internationalen Flüge : 550€
- Kosten des Inlandsflug: 80€
- Dauer der Rückreise von Hanoi nach Dresden: 1 Tag, 7 Stunden und 10 Minuten
Was in Hanoi ganz gewaltig auffiel war der Kult um Ho Chi Minh oder wie ich sagen würde, Onkel Ho. Sein Abbild war häufig zu sehen, hier und da eine Bürste, das Mausoleum, obwohl er vermachte verbrannt zu werden, aber wer hört schon auf Tote. Und somit haben wir den Raum gesehen in dem Onkel Ho die Unabhängigkeitserklärung schrieb, die Liege auf der er sich ausruhte, den Beistelltisch auf den er sein Wasser stellte und wir haben auf dem Stein gestanden, auf dem Ho Chi Minh die Menschheit verfluchte.
Der Süden mit Ho Chi Minh City als wirtschaftliches Zentrum des Landes wirkte ein wenig wie eine andere Welt, Hochhäuser und breiter Straßen. Aber im Endeffekt doch alles gleich. Essen an jeder Ecke und laute Hupen und das Gleichgewicht von Stress und absoluter Ruhe an jedem Ort spürbar. Die weiteren Stationen waren Da Lat, Mopedfahren und Can Tho. Aus der Region um Da Lat kommt der berühmte Kaffee und der leckere Wein. Mopedfahren ist teilweise selbstmörderisch und befreiend zu gleich. Und von Can Tho ist nicht viel zu berichten, weil wir nur 1h in der Stadt waren und in der Zeit vor einer Frau weggelaufen sind. Sie wollte uns erst ein Taxi anbieten, dann ein Hotel und dann ein Boot und auch nachdem Max ihr deutlich machte das wir kein Interesse haben folgte sie uns in 10m Abstand. Je weiter man auch in Gegenden kommt wo der Tourismus nicht ausgebaut ist wird man neugierig angeschaut. Vor allem ein Deutscher mit rotem Bart, weißester Haut und blauen Augen eignet sich zum Fotografieren und Bestaunen. Was bleibt in einem Resümee als abschließende Worte noch zu sagen? Vietnam ist wunderschön, exotisch und ich werde sicherlich den Flug dahin noch einmal wagen, mit weniger Gegenständen und mehr Zeit im Gepäck. Ach ja, für mehr visuelle Eindrücke aus der Region schaut doch einfach mal bei Max Instagram Account und auf Maries Blog vorbei. Die verbrachten mehr Zeit vor mir in Südostasien und bleiben noch paar Monate dort.