Das Wochenende in Basel in ein paar Gedanken zusammengefasst. Die Verhältnismäßigkeit zwischen 1:30 Uhr in der Nacht aufstehen, mit dem Radl zum DriveNow fahren, dann 3:25 Uhr mit dem Zug 5 Stunden in den Süden zu fahren, 9h in einer Stadt halbwegs unvorbereitet zu verbringen und am Abend wieder 5h zurückzufahren, ist wirklich nicht gegeben. Nichtsdestotrotz wollte ich es genau so haben. Mit dem kleinen Frusterwerb der Europaflat zu meinem Telekomvertrag im letzten Sommer habe ich mir gesagt, mindestens einmal im Monat muss ich im EU-Ausland sein um die 5€ zusätzlich rechtfertigen zu können. Basel stand bei mir schon länger auf dem Plan, es gibt dort in der Nähe in Deutschland ein Outlet von Edwin-Jeans (meiner einzig getragenen Jeansfirma) und den Reiz 3 Länder an einem Tag zu erleben. Mittwoch wurde die Entscheidung für das Sparticket gefällt und auch in Kauf genommen eher mäßiges Wetter zu erleben. Was bleibt von Basel im Kopf? Sehr lebendige Stadt und viele junge Menschen sind mobil per Radl unterwegs. Es erinnert mich an Prag jedoch in sauber und nicht ganz soooo alt. Viele Gebäude sind erhalten und restauriert, es wirkt einfach sehr angenehm auch mal durch Nebenstraßen zu schlendern. Basel ist ein sehr sehr teures Pflaster mit Döner für 7.50CHF und einem nicht so überragenden Espresso für 4.00CHF. Das ist aber der Schweiz im Allgemeinen geschuldet. Zu meine Verwunderung war die Kartenzahlung doch eher eine Rarität, bin ich aus angrenzenden Ländern zum Offline-Land Deutschland, wie den Niederlanden, anders gewöhnt. Was noch? Die Magie des Rheins ist spürbar, ein so großer Fluss ganz ruhig und stets präsent durch die Stadt fließend, schon beeindrucken. Logischerweise habe ich durch meine mangelnde Vorbereitung auch die Baselworld, die Weltgrößte Messe für Uhren im Uhrenland Schweiz verpasst. Vielleicht aber auch zum Glück, ich gehe von mehr Menschen in der Stadt aus und das wird dann manchmal anstrengend. Würde ich wieder hinfahren, ja. Mit einem größeren zeitlichen Rahmen, eigentlich nicht, wäre ich nicht 28 Kilometer (https://trails.io/s/q7milj/) durch das Dreiländereck gewandert, wäre auch mehr Zeit zum Verweilen da gewesen.